Vertrauen

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Mitten in der Frankfurter Innenstadt liegen vor einer Kirche 54000 Cent-Stücke. Die Münzen bilden in großen Buchstaben das Wort VERTRAUEN. Über den Köpfen der Passanten hängt eine Kamera, die das Geschehen dokumentiert - Kunst als Medienexperiment.

Künstler Ralf Koop will testen, wie lange das Interesse an dem Erhalt des Kunstwerkes den Menschen wichtiger ist als der reine Geldwert - und ab wann es von den Passanten „gefressen“ wird. Noch am Abend ist das Wort VERTRAUEN deutlich zu erkennen. Dann kommt die Dunkelheit und mit ihr diejenigen, die der Verlockung nicht widerstehen können. Sie zerstören das Wort, indem sie das Geld wegnehmen. Das Wort VERTRAUEN ist kaum noch lesbar. „Gier frisst Vertrauen“ hat der Künstler sein Kunstwerk genannt.

Ralf Koop ist keine 14 Stunden nach dem Auslegen entsetzt, wie schnell sich die Gier durchgesetzt hat: 540 Euro - ein lächerlicher Betrag, für den einige Passanten bereit sind, das vom Künstler in sie gesetzte Vertrauen zu enttäuschen. Doch obwohl sein Vertrauen in die Menschen enttäuscht wurde, möchte Koop es bald erneut mit ihnen versuchen. Er plant weitere solche Kunstwerke, denn er wirft das Vertrauen in die Menschen nicht weg.

Nach dem ersten Schock beginnt er sich über die positiven Seiten seines Experimentes zu freuen: Er erinnert sich an die Menschen, die noch Geldmünzen dazulegten. Oder an die Passanten, die das Wort wieder herrichten als ein Radfahrer versehentlich darüber fährt. Und an die Jugendlichen, die den Rest des Kunstwerks für einen Obdachlosen abräumen. Sie haben es nicht für sich getan. Sie haben einem Menschen geholfen, der offensichtlich auf Geld angewiesen war.

Wer es wagt zu vertrauen, steht in der Gefahr enttäuscht zu werden. Doch wer dieses Wagnis nicht eingeht, verpasst solche wundervolle Begegnungen.

   

Nächste Termine  

Mai
6

06.Mai.2020 19:00 - 21:00

Mai
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09.Mai.2020 18:00 - 20:00

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15.Mai.2020 19:00 - 21:00

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17

17.Jun.2020 19:00 - 21:00

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19.Jun.2020 19:00 - 21:00

   

Andacht  

  • Wissen, was die Zukunft bringt

    Fast jeder beschäftigt sich mit Vorhersagen und ich meine jetzt nicht Horoskope und Glückkekse. Ich meine ganz seriöse Prognosen auf das, was wir zu erwarten haben. Wir bekommen das Wetter, die Wahlen, den Stau, die wirtschaftlichen Aussichten,... vorhergesagt. Manch einer wünscht sich eine persönliche Prognose der Lottozahlen, bekommt aber nur eine Vorhersage über die Wahrscheinlichkeit mit der er sie trifft (sehr gering). Wir wissen, nicht jede dieser Vorhersagen trifft ein und doch verlassen wir uns auf sie und handeln danach.

    Es entsteht der Eindruck, als liefe unsere Welt auf geplanten Schienen und das was kommt ist unausweichlich. In vielen Dingen ist „klar, dass man da nichts machen kann.“ Dass es jetzt ausgerechnet dich trifft, ist Schicksal, Karma, „was auch immer“, dem du nicht entfliehen kannst. Doch es gibt Menschen, die dagegen halten, die noch Träume haben von einer Zukunft, die den Prognosen widerspricht. Menschen, die nicht die zwangsläufige Katastrophe sehen, sondern eine Chance zur Veränderung. „Eine andere Welt ist möglich“ haben sich die Globalisierungsgegner von attac als Leitsatz gegeben und der neue Präsident der USA gewann seine Wählerstimmen mit der Aussage „Change. Yes, we can!“.

    Eigentlich sehnen wir uns danach, dass die Welt sich ändert. Trotzdem gewinnt gerade bei uns in Deutschland schnell die realistisch pessimistische Prognose an Gewicht und wir hören von den unüberwindbaren Zwängen, die uns ergeben auf das kommende Schicksal warten lassen.

    Ausgerechnet im Jahr der „größten wirtschaftlichen Krise“ seit Beginn der Bundesrepublik Deutschland bekommen wir eine Jahreslosung aus einer Ausweglosen Geschichte. Die Jünger stellen fest, aus eigener Kraft ist es dem Menschen nicht möglich zu Gott zu kommen. Doch Jesus antwortet ihnen: „Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.“ (Lukas 18,27)

    Egal wie sehr eure Bemühungen zum Scheitern verurteilt sind, Gott selbst wird für euch einen Weg zu ihm bereiten. Und wenn ihr diesen Weg beschreitet, wird die Welt eine ganz andere sein. Kein Schicksal, das euch quält, sondern eine Verheißung, die euch gilt.

    Eine andere Welt ist möglich - Yes, HE can!

   

Kindergottesdienst  

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