Wovon sollen wir träumen

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„Dieses Schuljahr werde ich zum Streber, damit das klappt...“ Lächelnd erzählt sie mir von ihren Plänen Medizin zu studieren. Vor ihrem Traum steht allerdings ein gewaltiger Notensprung in fast allen Fächern. Während ich das höre, läuft in meinem Hinterkopf ein Lied von Frida Gold zu unseren Wunschträumen: „...aber schaut man hinter die Kulissen, dann fängt das immer so an: ich schlafe immer zu lang, krieg’s nicht hin und fühl mich deshalb beschissen...“ - Unsere Träume handeln nicht nur vom Erfolg in der Schule und dem Beruf: ‚Wenn ich doch nur dieses Handy besitzen würde, so aussehen könnte oder mit diesem Menschen zusammen sein kann.‘ Doch „ich erkenn mich nicht in den Schaufensterscheiben. Finde nichts was mir gefällt.“

„Wovon sollen wir träumen, so wie wir sind? Woran können wir glauben? Wo führt das hin?“ - Die Verzweiflung ist greifbar, manche Wünsche erfüllen sich nicht. Nichts kann die Sehnsucht stillen.

Liegt es an uns, dass viele Träume im Leben Schäume bleiben? Sollte man besser seine Erwartungen zurückschrauben und realistischer denken? – Im Lied singt Frida Gold: „...Es bleibt ein Spiel ohne Ziel. Wann kommen wir hier raus? Wovon sollen wir träumen? Wo sind wir zu Haus?...“ - Ein Ausweg ist nicht erkennbar. Selbst Träume und Wünsche, die sich erfüllen, führen ja oft nicht zum erhofften Glück. So wie die Sängerin es beschreibt, fühlen sich manche gefangen in einer Welt, in der sie nicht zu Hause sind. Ihre Frage bleibt: „Wovon sollen wir träumen?“

Meine Hoffnung kommt aus einer Welt, die wir nicht beeinflussen können. Sie kommt – egal, ob wir etwas dafür getan haben oder nicht. Sie kommt – egal, ob wir erfolgreich, gesund, reich und glücklich sind oder nicht. Wenn Gott bei den Menschen wohnt, hat das alles keine Bedeutung mehr. Davon möchte ich träumen, dass Gott unter uns wohnt, dass wir uns keine Sorgen mehr machen, was sein könnte. Wenn Gott unter uns wohnt, ist das Leben an sich reich und wertvoll. Dieser Traum wird mich nicht davon abhalten, mir eigene Ziele zu setzen. Manchmal Ziele, die das Denkbare übersteigen. So wie bei meinem Gegenüber mit ihrem Traum von besseren Noten für das Medizinstudium. Ein besseres Zeugnis hat in sich schon einen Wert, auch wenn dadurch der Wunsch, Medizin zu studieren, nicht in Erfüllung geht. Ob mein Leben erfüllt ist, entscheidet sich daran, ob ich glauben kann, dass es über meine Sicht von der Welt hinaus etwas gibt, wovon es sich zu träumen lohnt.

   

Nächste Termine  

Jan
19

19.Jan.2019 18:00 - 18:30

Jan
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23.Jan.2019 19:00 - 21:00

Jan
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29.Jan.2019 18:00 - 21:00

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01.Feb.2019 18:00 - 18:30

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02.Feb.2019 19:00 - 19:30

   

Andacht  

  • Wissen, was die Zukunft bringt

    Fast jeder beschäftigt sich mit Vorhersagen und ich meine jetzt nicht Horoskope und Glückkekse. Ich meine ganz seriöse Prognosen auf das, was wir zu erwarten haben. Wir bekommen das Wetter, die Wahlen, den Stau, die wirtschaftlichen Aussichten,... vorhergesagt. Manch einer wünscht sich eine persönliche Prognose der Lottozahlen, bekommt aber nur eine Vorhersage über die Wahrscheinlichkeit mit der er sie trifft (sehr gering). Wir wissen, nicht jede dieser Vorhersagen trifft ein und doch verlassen wir uns auf sie und handeln danach.

    Es entsteht der Eindruck, als liefe unsere Welt auf geplanten Schienen und das was kommt ist unausweichlich. In vielen Dingen ist „klar, dass man da nichts machen kann.“ Dass es jetzt ausgerechnet dich trifft, ist Schicksal, Karma, „was auch immer“, dem du nicht entfliehen kannst. Doch es gibt Menschen, die dagegen halten, die noch Träume haben von einer Zukunft, die den Prognosen widerspricht. Menschen, die nicht die zwangsläufige Katastrophe sehen, sondern eine Chance zur Veränderung. „Eine andere Welt ist möglich“ haben sich die Globalisierungsgegner von attac als Leitsatz gegeben und der neue Präsident der USA gewann seine Wählerstimmen mit der Aussage „Change. Yes, we can!“.

    Eigentlich sehnen wir uns danach, dass die Welt sich ändert. Trotzdem gewinnt gerade bei uns in Deutschland schnell die realistisch pessimistische Prognose an Gewicht und wir hören von den unüberwindbaren Zwängen, die uns ergeben auf das kommende Schicksal warten lassen.

    Ausgerechnet im Jahr der „größten wirtschaftlichen Krise“ seit Beginn der Bundesrepublik Deutschland bekommen wir eine Jahreslosung aus einer Ausweglosen Geschichte. Die Jünger stellen fest, aus eigener Kraft ist es dem Menschen nicht möglich zu Gott zu kommen. Doch Jesus antwortet ihnen: „Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.“ (Lukas 18,27)

    Egal wie sehr eure Bemühungen zum Scheitern verurteilt sind, Gott selbst wird für euch einen Weg zu ihm bereiten. Und wenn ihr diesen Weg beschreitet, wird die Welt eine ganz andere sein. Kein Schicksal, das euch quält, sondern eine Verheißung, die euch gilt.

    Eine andere Welt ist möglich - Yes, HE can!

   

Kindergottesdienst  

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