Weihnachten wurde am Baum entschieden

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Jesus am Kreuz

Unser aller „Lieblings“-elektronikdiscounter hat sich wieder einmal einen treffenden Spruch fürs Adventsgeschäft ausgesucht. In Anlehnung an die Fußballsprache („wichtig ist auf´m Platz“) sagt uns der Marktstratege, worauf es beim Weihnachtsfest ankommt. Wo es zählbar wird  - unterm Baum!

Die Aufforderung ist offensichtlich: sieh bloß zu, dass du unterm Baum gut aufgestellt bist. Hier entscheidet sich: die Weihnachtsstimmung, der Familienfrieden, das persönliche Glück.

Meine erste Reaktion auf diesen Slogan war die einfache Frage: Ist das so? Entscheidet sich Weihnachten wirklich unterm Baum?

 

Wenn ja, habe ich leider schon verloren. Denn unter unserem Baum wird nichts liegen außer einer Matte, die den Teppich vor Nadeln und Herztropfen schützt. Man könnte einwenden, ich nehme diesen Werbespruch zu wörtlich. Schließlich schenken wir uns auch dieses Weihnachten gegenseitig etwas.Doch unsere Geschenke entscheiden nicht über den Wert unseres Weihnachtsfestes. Es passiert mehr unter diesem Baum. Es wird miteinander gesungen. Die Weihnachtsgeschichte wird erzählt, mit neuen und alten Spielsachen gespielt, miteinander gefeiert. An dieser Stelle entscheidet sich tatsächlich, wie wir als Familie das Weihnachtsfest erleben. Doch wie wir Weihnachten an oder unter einem Baum feiern, entscheidet nicht den Wert des Festes für die Welt.

 

Die Kampagne des Elektronikdiscounters verhöhnt diejenigen, die sich Geschenke nicht leisten können. Damit wird schlichtweg die Geschichte dessen verhöhnt, der Grund für unsere Weihnachtsfeiern ist. Jesus wurde in ärmsten Verhältnisse hinein geboren. Die ersten Gratulanten sind Hirten. Und die Familie wird schon in den ersten Wochen dieses jungen Lebens zu Flüchtlingen, die vor einem wahnsinnigen Herrscher fliehen müssen.

Dass die Geschichte dieses Jungen tatsächlich eine Entscheidung für diese Welt bedeutet, liegt an dem Mann, der aus diesem Jungen heranwächst.

Die Geschichte eines neugeborenen Kindes wird erst durch den Mann interessant, zu dem dieses Kind heranwächst. Um auf das Fußballbild zurück zu kommen: Weihnachten ist der Anstoß und das Spiel ist erst entschieden, wenn der Schiedsrichter abpfeift. An den Abpfiff denken wir jedes Jahr an Karfreitag. Hier stirbt einer an dem, was aus einem Baum wurde. Hier wird das Spiel entschieden: Jesus, das Kind von Weihnachten stirbt stellvertretend für uns alle, die wir den Tod verdienen.

Das dies zu einer Verlängerung und vor allem zum Gewinn des Himmelreiches führt, das ist der Grund, warum wir Weihnachten feiern.

Weihnachten wurde am Baum entschieden! Deshalb dürfen wir feiern.

   

Nächste Termine  

Sep
22

22.Sep.2018 19:00 - 21:00

Sep
28

28.Sep.2018 - 30.Sep.2018

Okt
19

19.Okt.2018 19:00 - 21:00

Okt
25

25.Okt.2018 19:30 - 21:00

Nov
2

02.Nov.2018 - 04.Nov.2018

   

Andacht  

  • Hypnotisiert

    Vor kurzem habe ich mit einer Gruppe junger Menschen einen Freizeitpark besucht. So weit so schön. Unsere Jungen und Mädchen genießen den Tag auf  Rollercoaster und bei verschiedenen Shows.

    Zwei Stunden vor der Heimfahrt komme ich in eine Hypnoseshow. Auf der Bühne sitzt ein mir bekannter junger Mann. Unsere Jungs hatten einen der ihren „überzeugt“, dass er freiwillig Teil der Show werden möchte. Nun saß er also auf der Bühne mit hängendem Kopf. Eine Puppe die vom hypnotisierenden Showmaster an und ausgeschaltet wird.

    Doch er ist nicht der einzige „Kandidat“ der Show. Neben ihm sitzen noch ein paar weitere Mitmenschen, die ebenfalls mehr oder weniger freiwillig auf der Bühne gelandet sind. Gar nicht freiwillig hängt auch in der ersten Reihe jemand auf seinem Stuhl. Unser Showmaster hat ihn nach dem ersten Drittel der Show ebenfalls „ausgeknipst“ und somit selbst zu einem Teil der Show gemacht.

    Bei allen Aufgaben, die er seinen "Kandidaten" stellt, bleibt der hypnotisierende Showmaster im vertretbaren Rahmen. Er verletzt keinen der Anwesenden und stellt sie auch nicht vor dem Publikum bloß. Trotzdem ahnt jeder, dass es möglich wäre hier Mitmenschen ganz fürchterlich zu blamieren. Mir jedenfalls ging während der Show auf, dass ich mir nur einbilde die Kontrolle über mein Leben zu haben. Wer weiß, wann der nächste zu mir kommt und mich mit einer einfachen Handbewegung zu den Marionetten auf der Bühne gesellt.

    Und nicht nur solche Showmaster verfügen über diese Gabe. Wie sonst ist es zu erklären, dass ein paar Freunde jemanden für ein Getränk dazu bringen „freiwillig“ auf die Bühne zu gehen. Und es sind nicht nur "Freunde" um mich herum, die mich manipulieren ganz ohne Hypnose.Wieviel vermeintliche Informationen bestimmen mein Handeln ohne, dass ich bei eignem Nachdenken sagen könnte warum.

    Ich glaube nicht, dass wir unser Leben im Griff haben. Ich habe meine Zweifel daran, dass wir selber bestimmen was mit unserem Leben passiert. Wir werden beeinflußt und nicht jeder, der uns bestimmt hat dabei die Grenzen im Blick oder gar Gutes mit uns im Sinn. Daher will ich darauf achten wer mein Leben beeinflußt. Will bewußt mein Leben bestimmen lassen von dem, der es gut mit mir macht.

    "Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch" (Petr 5,7)

   

Kindergottesdienst  

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