Die Perfekte Minute

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(Zur folgenden Predigt gehört der Titel "Gewinnen" von Cassandra Steen, der mit einer Diashow, Video oder Live Performance vorab eingespielt wird.)

Du kannst nur gewinnen. Ich glaube genau so stelle ich mir die perfekte Minute vor. Eine große Herausforderung und eine große Belohnung stehen bevor. Eigentlich ist diese Herausforderung eine Nummer zu groß. Eigentlich habe ich Zweifel daran, dass es klappen könnte. Selbst meine Familie und Freunde drücken mir zwar die Daumen, aber rechnen damit, dass sie mich danach trösten müssen. Ich gebe alles was ich hab und dann passiert sie: die perfekte Minute. Ein perfekter Moment in dem einfach mal alles zu gelingen scheint.  Was für ein Gefühl, wenn dieser Moment gekommen ist: Bestanden, obwohl ich nicht weiß wie; Bestzeit, trotz Gegenwind; Applaus auch von den hintersten Reihen und ein bewundernder Blick in den Augen der Freunde.

Ich habe mir überlegt mit Euch ein kleines Quiz zu veranstalten. Ich nenne Euch ein paar Namen von berühmten Persönlichkeiten und wer von Euch weiß was ihre oder seine perfekte Minute war steht auf. Dorian und Rebecca suchen sich dann aus den stehenden einen aus der uns dann die perfekte Minute nennt. Fangen wir mit einem einfachen Beispiel an, damit ihr Euch etwas darunter vorstellen könnt: Mario Götze (Tor im WM-Finale), Angela Merkel (Wiederwahl zu Kanzlerin), Kate Middleton (Princes of Wales durch Heirat mit Prinz William, Geburt von Sohn Georg), Ivy Quainoo (The Voice of Germany 2012),…

Man könnte diese Liste noch deutlich verlängern… 

Was haben diese perfekten Minuten gemeinsam? - Der Mensch, der sie erlebt, hat sich für diese Minute eingesetzt. Da ist eine Menge Einsatz wichtig. Götze trainiert täglich, Angela Merkel hatte eine lange Karriere in der Politik hinter sich, Kate Middleton büffelte Jahre lang auf einer Eliteschule um dort Menschen wie Prinz William kennen zu lernen, Ivy Quainoo musste ihr Talent in mehreren Ausscheidungsrunden beweisen, bis sie die erste Voice of Germany Staffel gewann. Doch all diese Mühe. Alle Energie, die sie hinein gesteckt haben reicht alleine nicht. Unsere Persönlichkeiten brauchten noch etwas von außen, damit sie ihre perfekte Minute erleben konnten.

Mario Götze musste eingewechselt werden und ohne die Flanke von Schürrle…

Angela Merkel wurde in den ersten Jahren von Helmut Kohl gefördert und an die richtigen Positionen gesetzt. Andere, die selber hätten kandidieren können, machten in entscheidenden Momenten Fehler…

Kate Middleton musste ja trotzdem erst einmal Prinz William begegnen…

Ivy Quainoo brauchte the Boss Hoss und die Zustimmung des Publikums, die aus dem Talent eine Siegerin machten.

Unsere Beispielhelden sind durch ihre perfekten Minuten bekannt. Die einen über einen langen Zeitraum, andere nur für einen Moment. Die perfekte Minute an sich sichert noch keine Sorgenfreie Zukunft. Im nächsten Wettbewerb warten neue Herausforderungen, die Verantwortung die ich gewinne sorgt dafür, dass ich mich nun noch mehr einsetzen muss. Und manchmal kann ich alles viel besser machen als beim ersten Mal, doch die perfekte Minute bleibt aus.

Es gibt glaube ich mehr als eine perfekte Minute im Leben. So kleine und große perfekte Momente. Geld liegt auf der Straße, man hat sich lange überlegt wie man den nun den oder die andere fragt – und dann sagt er oder sie direkt: ja, oder man hat viel geübt und sich gut auf die Arbeit vorbereitet und alles klappt. In der Geschichte Gottes mit uns Menschen gibt es auch immer wieder große und kleine perfekte Minuten.

Das fängt für mich schon früh an. Gott sieht sich seine Schöpfung und den Menschen an und sagt einfach: gut. Das ist sehr gut. Richtig cool findet er den Menschen. Indem kann er sich selber sehen – die Bibel schreibt da was von Ebenbild. Also in den Menschen begegnet uns immer auch ein Stück weit Gott. Und das ist gut.

Leider geht die Geschichte nicht gut weiter. Die Geschichte mit der Frucht im Paradies, Sintflut und der ganze Kram. Es geht zwar gut los, aber nach der perfekten Minute kamen einige, die nicht so perfekt waren.

Doch Gott hat wieder so einen genialen Moment. Er spricht den Abraham an. Du, Abraham mit dir starte ich noch einmal neu mit den Menschen durch. Ich will dich segnen und durch dich sollen alle anderen Menschen gesegnet werden. Ich bin mir sicher, selbst wenn Gott sagen würde: die Minute war ganz nett. Für Abraham war es bestimmt die perfekte Minute. 

Doch auch die Geschichte mit dem auserwählten Volk läuft nicht so perfekt, wie man es sich hätte wünschen können. Nach Abraham geht es immer wieder aufwärts und abwärts in der Beziehung zwischen Gott und seinen Menschen. So das es einen neuen perfekten Moment in dieser Geschichte braucht:

Dieser Moment scheint allen Evangelisten in der Bibel besonders wichtig. Denn er wird gleich vier Mal beschrieben. Matthäus, Markus, Lukas und Johannes schreiben: Jesus geht zu Johannes und lässt sich taufen. Und dann tut sich der Himmel auf und Gott sagt, das ist mein lieber Sohn. Das ist für mich DIE perfekte Minute. Es dauert nur einen Moment. Doch für alle, die dabei waren, verändert sich das Leben. Jesus beginnt danach durchs Land zu ziehen und von der Liebe Gottes zu erzählen. Johannes sagt seinen Jüngern, dass sie jetzt besser Jesus folgen sollen. Und Gott wirkt für alle sichtbar jetzt in Jesus.

So sollte eine perfekte Minute sein: für alle Beteiligten etwas Besonderes und danach hat sich das Leben für alle zum Guten verändert. Paulus erkennt später: Das der Glaube an diesen Jesus uns zu Gottes Kindern macht. Das ist der Grund warum wir uns als Christen taufen lassen können. Wir stehen im Glauben an der Stelle wo Jesus stand und dürfen den gleichen Moment erleben.

Gott sagt zu Dir: Du bist mein geliebtes Kind. Und da man eine solch perfekte Minute nicht früh genug haben kann, werden viele schon zu einem Zeitpunkt getauft an dem sie noch nicht glauben können, wie ihnen geschieht. Dafür gibt es diese Zeit in der ihr Euch jetzt befindet. Gott hat zu dir gesagt, du bist mein geliebtes Kind. Was das heißt und wie sich dadurch euer Leben verändert, das ist es worum es in der Konfirmandenzeit geht. 

Die meisten von euch haben diese perfekte Minute mit Gott schon erlebt. Seid euch sicher, als sein geliebtes Kind seid ihr Ihm nicht egal. Was auch immer ihr gerade durchmacht, er ist dabei und sein Wort du bist mein geliebtes Kind gilt dir auch heute. Ihr werdet am Ende eurer Konfirmandenzeit gefragt werden ob ihr das für Euch annehmen wollt, das Ja das ihr selber dazu sagen dürft ist quasi die Wiederholung dieser perfekten Minute. Und denjenigen, die sich im Rahmen ihrer Konfirmandenzeit taufen lassen, denen wünsche ich eine perfekte Minute in der ihr Gottes Liebe zu euch spürt. 

Gott begleite Euch in seiner Liebe durch die perfekten und die weniger perfekten Minuten. Amen

unsanftes erwachen

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Was hat Josef nur gedacht als seine Brüder ihn gepackt haben? Ob er überrascht war? Seine Brüder hätten ihn beinahe umgebracht. So sauer waren sie auf ihren kleinen Bruder. Nur die beiden Ältesten verhindern das noch: Ruben und Juda. Der eine möchte Joseph nur einen Denkzettel mitgeben, der andere ihn wenigstens aus dem Weg schaffen. Doch umbringen wollen sie ihn nicht. Diese Schuld wollen sie nicht auf sich nehmen.

Da ist in einem Brunnen ein Träumer sehr unsanft geweckt worden.

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weil Gott es gut mit uns meint

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Joseph ist in Ägypten und plötzlich stehen seine Brüder vor ihm. Sie wollen seine Hilfe. Sie, die ihn einfach verkauft haben, die ihn loswerden wollten, wollen nun seine Hilfe. Joseph hat allen Grund der Welt sauer auf sie zu sein, und ich glaube keine von uns könnte es ihm verübeln, wenn er sie einfach wegschicken würde. Jeder von uns kennt diese Rachegedanken. Warum soll ich jetzt dem etwas gutes tun, der mich vorher so schlecht behandelt hat. Joseph gibt sich aber nicht zu erkennen, er schickt seine Brüder nicht einfach weg, sondern er nimmt nur eine kleine Minirache vor. Er schafft es durch den Trick mit dem Becher das Schicksal seiner Brüder in seine Hand zu bringen, sodass sie noch mehr davon abhängig sind, wie er entscheidet. Und wie werden sich seine Brüder nur gefühlt haben?

Benjamin wusste, dass er den Becher nicht genommen hat. Er wurde zu Unrecht verdächtigt. Ich denke das Gefühl kennt jeder von euch. Man kann es erleben, wenn man von den Eltern geschimpft wird für eine Sache, die man nicht getan hat, wenn eine Freundin sauer auf einen ist, weil man angeblich hinter ihrem Rücken über sie gelästert hat, wenn der Lehrer einen verdächtigt in der Arbeit vom Sitznachbarn abgeschrieben zu haben und der will einfach nicht zugeben, dass er es war, der abgeschrieben hat. In einer solchen Situation ist man verzweifelt, wenn man nicht beweisen kann, dass man selbst unschuldig ist und nichts getan hat. Ich glaube die Brüder waren auch verzweifelt.

Und dazu kam bei ihnen einfach noch eine riesige Angst. Denn Joseph offenbart sich als ihr Bruder. Er sagt, dass er derjenige ist, den sie verkauft haben. Sie fürchten seine Rache. Doch Joseph will sich nicht an ihnen rächen. Er will ihnen nicht auch noch Benjamin nehmen, sondern er will, dass die Familie wieder zusammen ist.

In diesem Moment ist Joseph am Ziel seiner Träume, von denen wir vorgestern gehört haben. Seine Brüder liegen vor ihm, zu seinen Füßen und er ist der Mittelpunkt und kann alles entscheiden. Doch anscheinend ist dies nicht sein Glück.

Er will nicht in dieser Machtposition vor ihnen sein, sondern geht auf sie zu, nimmt Benjamin in den Arm und geht auch auf die anderen zu. Er vergibt ihnen. Er weiß, dass sie so handeln mussten, damit sich das Schicksal, was Gott für ihn vorgesehen hat, erfüllt. Durch diese Vergebung kann er den Riss schließen.

Für Josephs Brüder ist das unglaublich. Sie können kaum fassen, was nun mit ihnen und Joseph passiert. Joseph kann alles Verzeihen. Aber man sieht an dieser Geschichte auch, dass Verzeihen nicht das einzige ist, was passieren muss, damit Versöhnung wirklich stattfinden kann. Joseph muss erst auf seine Brüder zugehen, selbst die Distanz zwischen ihnen überwinden. Es nützt also nichts nach einem Streit nur zu sagen, es ist okay. Man muss diese Sache auch wirklich gemeinsam abhaken.

Mir macht diese Geschichte auch noch an einer anderen Stelle Mut. Hier zeigt sich meiner Meinung nach sehr gut, dass wir viele Dinge in unserem Leben nicht verstehen können. Ich denke dabei an unseren ersten Abend hier zurück. Joseph wird von seinen Brüdern verkauft, eigentlich wollten sie ihn töten. Joseph war mit Sicherheit nicht glücklich darüber, dass seine Brüder ihn verkauft haben. Er war mit ziemlich großer Sicherheit auch richtig sauer auf sie. Aber trotzdem war es gut, dass diese Sache schief gegangen ist. Wäre Joseph nicht verkauft worden, hätte er seinen Brüdern nun in der Hungersnot nicht helfen können.

Oft ärgern wir uns auch heute noch über Dinge, die nicht so gelaufen sind, wie wir sie wollen. Ich habe mich am Anfang von meinem Studium richtig geärgert, dass ich nicht an meine Wunschuni durfte, sondern nur nach Marburg konnte. Im Nachhinein war es richtig gut. Ich habe dort viele liebe Leute kennen gelernt, die mir richtig wichtig geworden sind.

Wenn man eine Ausbildungsstelle nicht bekommt, die man gerne gehabt hätte, vielleicht ist das im Nachhinein gar nicht so schlimm, weil man noch eine viel bessere Stelle angeboten bekommt, bei der man nach der Ausbildung vielleicht sogar fest eingestellt wird.

Viele Dinge in unserem Leben scheinen schief zu gehen, laufen nicht so, wie wir es uns vorgestellt haben. Und trotzdem zeigt sich oft erst im Nachhinein, dass dies genau richtig für uns war.

Ich denke, wir sollten darauf vertrauen, dass Gott schon einen Plan für unser Leben hat und diesen auch umsetzt. Wir sollten es machen wie Joseph und an diesen gescheiterten Träumen nicht verzweifeln. Die Erfüllung eines Traumes ist aj noch kein Glück, also muss auch ein geplatzter Traum kein Unglück sein. Es ist vielmehr eine Chance sich auf das hier und jetzt zu konzentrieren und dabei glücklich zu werden. Glücklich werden wir, wenn wir annehmen, dass Gott es gut mit uns meint.

 

hier und jetzt

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Joseph erstaunt mich immer wieder. Er wird von seinen Brüdern verkauft, kommt zum Potifar. Das ist quasi der Innenminister des Pharao, also einer der mächtigsten Männer Ägyptens. Dort lebt er eigentlich gut, nimmt alles an, ohne zu murren. Stellt sich gegen Potifars Frau, weil es seiner Überzeugung widerspricht. Kommt daraufhin ins Gefängnis.

Jedes Mal steigt er unschuldiger Weise ab. Bei uns heute würde es Gejammer und Gezeter geben, aber was macht Joseph? Er nimmt die Situation an, wie sie ist, und lebt einfach in ihr. Ich finde sowas echt erstaunlich. Joseph befindet sich in einer Situation und schaut einfach, was er aus dieser Situation machen kann. Und so kommt er eigentlich auch ganz gut durch. Er entdeckt immer mehr seine Gabe Pläne zu machen und zu organisieren. Schon beim Potifar hat er sehr schnell eine leitende Position, im Gefängnis steigt er nach kurzer Zeit schon auf und ist dafür zuständig, die anderen Gefangenen zu versorgen und nach dem Gefängnis wird er vom Pharao sogar zu seinem Chefverwalter gemacht.

Eine weitere Gabe, die Joseph hat, ist Träume in das reale Leben zu übersetzen. Diese Gabe nutzt er vor allem im Gefängnis sehr geschickt. Er ist dabei aber sehr offen und verständnisvoll. Er merkt, dass die beiden ein Problem haben und geht auf sie zu und fragt einfach nach. Aber auch Bäcker und Mundschenk verhalten sich für mich einfach total cool. Sie erzählen ihm einfach, was sie geträumt haben.

Wie oft würde ich mir heute wünschen, dass viele Menschen so sind wie die beiden. Wie oft höre ich Sätze wie, das verstehst du doch eh nicht. Viele Menschen bleiben heute mit ihren Problemen alleine, weil sie niemandem belasten wollen oder weil sie sich keine Hilfe von den anderen erwarten. Aber warum nicht einfach mal wie der Bäcker und der Mundschenk probieren? Es hätte ihnen ja auch passieren können, dass Joseph nicht gewusst hätte, was er dazu sagen soll. Aber sie und Joseph nutzen die Chance um sich gegenseitig zu helfen.

Es werden in unserem Leben immer Dinge auf uns zukommen, von denen wir nicht wissen, wie wir sie bewältigen sollen. Wie schaffe ich das Lernen für die nächste Arbeit, wie spreche ich Ihn oder Sie an, wie schreibe ich meine Bewerbung so, dass sie erfolgreich ist und ich einen Ausbildungsplatz bekomme…

Gaben, Gaben sind etwas sehr wichtiges im Leben, die ein Mensch entdecken soll, um sich den eigenen Weg zu erleichtern. Ich mag zum Beispiel Musik sehr gerne. Aber ich sage euch, für euch ist es wirklich besser, dass Markus heute Gitarre  spielt und ich nicht. Ich kann hier bei der Jugendbibelwoche einfach besser mithelfen, wenn ich euch hier etwas erzähle, als wenn ich in der Band mitspielen würde. Wenn ich mich hier also einbringen will, muss ich nicht versuchen in 4 Wochen noch schnell Gitarre zu lernen, sondern ich kann einfach an den Stellen mitmachen, an denen ich gebraucht werden kann.

Joseph zeigt uns, dass diese Berge nicht auf einmal überwunden werden müssen. Wir müssen nicht den direkten Weg steil bergauf nehmen, um auf der anderen Seite wieder genauso steil herunter zu gehen. Das ist riskant. Man riskiert dabei im Berg stecken zu bleiben oder gar abzustürzen. Bergführer Joseph nimmt einfach den Weg, der schon angelegt ist und nimmt einen Schritt nach dem anderen. Klar, das ist nicht die kürzeste Strecke – doch sie ist am einfachsten zu gehen und er steht nicht in der Gefahr, dass er an einen Punkt kommt an dem er aussteigen muss.

Trotzdem Joseph ist ganz unten. Ganz anders als in seinen Träumen. Er ist nicht der Mittelpunkt, sondern einfach nur ein junger Mann. Doch er weiß, an wen er sich halten muss. Er gibt sein Leben in die Hand Gottes und vertraut darauf, dass er ihn und sein Leben richtig führen wird. Er vertraut darauf, dass Gott einen Plan für sein Leben hat, dass Gott mit ihm was vorhat. Das lässt ihn nicht verzagen, als er von dem Mundschenk nichts hört.

Mir ist das früher nie aufgefallen. Man überliest in der Geschichte gerne die Zeiten. Wir haben im Film und Anspiel ja eben die Geschichte gesehen. Aber zwischen der Traumdeutung bei Mundschenk und Bäcker und der Traumdeutung des Pharao vergehen 2 Jahre. In dieser Zeit tut Joseph einfach seine Aufgaben. Er jammert nicht, er verzweifelt nicht an der Ungerechtigkeit, sondern er stellt sich der Situation. Er stellt sich seinem Leben und lebt es einfach.

Dies wünsche ich mir für euch auch, dass ihr wisst wer für euer Leben einen Plan hat; dass ihr euch eurem Leben so wie es gerade ist einfach stellen könnt; und dass ihr die Geduld habt zu erwarten, was Gott noch mit euch vorhat.

 

Auf den Spuren Nathanaels

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Detektiv Pfeife macht sich Sorgen. Menschen aus seiner Umgebung verschwinden einfach und werden vermisst. Also beginnt der Detektiv zu suchen und merkt mehr und mehr, dass er einem ganz großen Ding auf die Spur kommt. Leider stellt er sich nicht immer geschickt dabei an und verpasst daher wichtige Szenen, die seinen Fall schon viel früher hätten zum Abschluss kommen lassen. Doch er gibt nicht auf. Bei seiner Suche begegnet er einigen Menschen: Euch natürlich!

Aber auch Nathanael und Matthäus zum Beispiel. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein. Nathanael ist ein Mann der für sein Land und dessen Bewohner das beste will. Er wartet auf den Erlöser, der Israel befreien wird.

Matthäus hingegen arbeitet mit den römischen Besetzern des Landes zusammen. In seiner Funktion als Zöllner nutzt er jede Gelegenheit seine Mitmenschen auszunutzen. Das ein solcher Mann keine Freunde hat ist zu erwarten gewesen.

Eines haben die beiden jedoch gemeinsam,

Weiterlesen: Auf den Spuren Nathanaels

   

Nächste Termine  

Nov
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29.Nov.2019 18:00 - 22:00

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30

30.Nov.2019 18:00 - 18:30

Dez
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11.Dez.2019 19:00 - 21:00

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01.Feb.2020 19:00 - 21:00

Mär
7

07.Mär.2020 09:30 - 17:30

   

Andacht  

  • ... wie ein Fußballspiel ohne Regeln

    Von Astrid Reschke

    Das Spiel wird von zwei Mannschaften bestritten, von denen jede höchstens elf Spieler aufweisen darf; einer von ihnen ist der Torwart.Ein Tor ist gültig erzielt, wenn der Ball vollständig die Torlinie zwischen den Torpfosten und unter der Querlatte überquert hat, ohne dass die Regeln vorher von der Mannschaft übertreten wurden, zu deren Gunsten das Tor erzielt wurde.

    Ein Spieler muss durch Zeigen der Roten Karte des Feldes verwiesen werden, wenn er z.B. eine der folgenden Regelübertretungen begeht:

    • ein grobes Foul begeht,
    • einen Gegner oder irgendeine andere Person anspuckt,
    • ein Tor oder eine offensichtliche Torchance der gegnerischen Mannschaft durch absichtliches Handspiel verhindert (dies gilt nicht für den Torwart in seinem Strafraum),
    • anstößige, beleidigende oder schmähende Äußerungen oder Gebärden gebraucht

    Auch die von euch, die nicht selbst Fußball im Verein spielen oder leidenschaftlich die
    Bundesliga oder die Spiele der Deutschen Nationalmannschaft verfolgen, haben
    natürlich erkannt, was ich da vorgelesen habe: Einige der vielen Regeln, die beim
    Fußball gelten.
    Aber warum gibt es eigentlich diese Regeln? Könnte man nicht auch ganz ohne
    Regeln spielen?
    Was würde passieren, wenn es keine Regeln gäbe?
     Vielleicht käme eine Mannschaft, die in mit 2:1 führt, auf die Idee, das Spiel
    in der 75. Minute für beendet zu erklären, damit sie nicht Gefahr laufen,
    ihren knappen Sieg in den letzten 15 Spielminuten zu verspielen?
     Oder Torwart und gegnerischer Stürmer würden in einem Zweikampf
    austragen, ob es jetzt Abstoß oder Ecke gibt.
     Vielleicht käme auch Jürgen Klopp, mein Lieblingstrainer von Mainz 05 auf die
    Idee, morgen Nachmittag 15 Spieler auf den Platz zu schicken, um gegen
    Hamburg endlich mal wieder zu gewinnen und vom letzten Tabellenplatz
    wegzukommen.
    OK. Genug gesponnen. Natürlich ist das undenkbar. Das geht natürlich nicht!
    Wenn jede Mannschaft selbst entscheiden könnte, mit wie vielen Spielern sie aufläuft
    und wann sie das Spielfeld verlässt, würde Fußball nicht funktionieren und es
    wäre kein fairen Wettstreit möglich. Die Fußballspiele würden im absoluten Chaos
    enden. Die Trainer würden sich gegenseitig beschimpfen, es käme zu Tumulten auf
    dem Spielfeld und die Fans hätten keine Chance, ein wirkliches Fußballspiel zu sehen.
    Regeln sind also im Fußball absolut notwendig. Die Regeln sind dazu da, das es
    ein faires Spiel gibt und zum Schutz der Spieler vor Verletzung und
    Benachteiligung.
    Auch außerhalb des Fußballplatzes sind Regeln wichtig und gut (auch wenn sie
    nicht immer angenehm sind – aber das sind die Regeln beim Fußball auch nicht
    immer). Wir brauchen Regeln, damit es im Leben fair zugeht und das
    Miteinander leben funktioniert. Regeln schützen – wenn sich alle daran halten –
    davor, dass ich unfair behandelt oder verletzt werde. Sie schützen mich davor, dass
    mir Schaden zufügt wird.
    Einmal kam ein Mann zu Jesus und fragt ihn: Was ist die wichtigste Regel für
    mein Leben? Ihr wisst was Jesus ihm gesagt hat:
    „Du sollst den Herrn, deinen Gott lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und
    mit deinem ganzen Verstand. Und liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.“
    Ich glaube, wir müssen uns oft die Frage stellen lassen: was ist die wichtigste Regel
    für unser Leben? Was ist wirklich gut für mich und für andere?
    „Du sollst den Herrn, deinen Gott lieben von ganzem Herzen ... und liebe deinen
    Mitmenschen wir dich selbst.“ Mit dieser Regel zeigt Gott uns, wie unser Leben gut
    funktionieren kann. Das soll uns dabei helfen, unser Leben gut zu gestalten. Und
    Gottes Regeln sind mehr als nur ein paar gute Tipps, denn eins ist klar: Sobald ein
    Mensch von Gottes Regeln abweicht, ist das Leben nicht mehr optimal, nicht mehr so
    gut, wie es sein könnte. Wer mit Gott leben möchte, soll sich auch an seine Regeln
    halten. Das ist zwar oft schwer, aber wenn wir uns für ein Leben mit Gott und nach
    seinen Regeln entscheiden, können wir sicher sein, dass Gott uns auch hilft,
    regelgerecht zu leben und dass er uns auch dann noch liebt, wenn wir schuldig
    werden.

   

Kindergottesdienst  

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