Schon mal einen Apfelbaum gepflanzt...

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Wie macht man das? Klar, die ganz Schlauen gehen ins Gartencenter und holen sich einen jungen Baum.Doch wie mache ich das, wenn ich nur einen Apfel habe?

Ich esse meinen Apfel bis auf Kerngehäuse und stecke dieses in die Erde. Ein bisschen Wasser drauf und übermorgen ernten wir die Früchte.

Ganz so schnell geht es nicht. Bis ich diekleine Pflanze sehe aus der einmal ein Apfelbaum wächst vergeht viel Zeit. Da kann man schon mal ungeduldig werden. Und selbst wenn ich dann etwas sehen kann, vergeht noch viel Zeit bis es wirklich ein Baum ist.

Dem Volk Israel ging es überhaupt nicht gut. Sie wurden überfallen mussten in ein anderes Land und ihre Aussichten nach Hause zu kommen waren klein. Wie ein abgegessener Apfel, eigentlich zu nicht mehr nütze. Und dann kommt einer und sagt: Hallo! Gott hat mir großes gezeigt: Er wird etwas Neues schaffen, das jetzt schon wächst. Seht ihr es noch nicht?

Und die Leute waren ehrlich zu ihm. Sie haben nichts gesehen. Doch Jesaja ist sicher: es wächst jetzt schon. So wie der Apfel schon wächst obwohl wir ihn in der Erde noch gar nicht sehen. So wächst auch das Neue, dass Gott uns schenken will. Und wenn wir die Geduld haben zu warten und uns von Gott beschenken lassen, wird es groß und trägt.

Früchte zum Essen, die Schaukel und auch das Baumhaus in dem man sich im Sommer wohl fühlt. Für die Israeliten hieß das, wir können nach Hause gehen. Es wird uns besser gehen und Gott wird sich allen als groß und mächtig zeigen.

Ich wünsche euch Geduld zu warten. Offen Augen damit ihr die kleinen Pflanzen seht und viel Freude an alldem was Gott für uns wachsen lässt.

Hypnotisiert

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Vor kurzem habe ich mit einer Gruppe junger Menschen einen Freizeitpark besucht. So weit so schön. Unsere Jungen und Mädchen genießen den Tag auf  Rollercoaster und bei verschiedenen Shows.

Zwei Stunden vor der Heimfahrt komme ich in eine Hypnoseshow. Auf der Bühne sitzt ein mir bekannter junger Mann. Unsere Jungs hatten einen der ihren „überzeugt“, dass er freiwillig Teil der Show werden möchte. Nun saß er also auf der Bühne mit hängendem Kopf. Eine Puppe die vom hypnotisierenden Showmaster an und ausgeschaltet wird.

Doch er ist nicht der einzige „Kandidat“ der Show. Neben ihm sitzen noch ein paar weitere Mitmenschen, die ebenfalls mehr oder weniger freiwillig auf der Bühne gelandet sind. Gar nicht freiwillig hängt auch in der ersten Reihe jemand auf seinem Stuhl. Unser Showmaster hat ihn nach dem ersten Drittel der Show ebenfalls „ausgeknipst“ und somit selbst zu einem Teil der Show gemacht.

Bei allen Aufgaben, die er seinen "Kandidaten" stellt, bleibt der hypnotisierende Showmaster im vertretbaren Rahmen. Er verletzt keinen der Anwesenden und stellt sie auch nicht vor dem Publikum bloß. Trotzdem ahnt jeder, dass es möglich wäre hier Mitmenschen ganz fürchterlich zu blamieren. Mir jedenfalls ging während der Show auf, dass ich mir nur einbilde die Kontrolle über mein Leben zu haben. Wer weiß, wann der nächste zu mir kommt und mich mit einer einfachen Handbewegung zu den Marionetten auf der Bühne gesellt.

Und nicht nur solche Showmaster verfügen über diese Gabe. Wie sonst ist es zu erklären, dass ein paar Freunde jemanden für ein Getränk dazu bringen „freiwillig“ auf die Bühne zu gehen. Und es sind nicht nur "Freunde" um mich herum, die mich manipulieren ganz ohne Hypnose.Wieviel vermeintliche Informationen bestimmen mein Handeln ohne, dass ich bei eignem Nachdenken sagen könnte warum.

Ich glaube nicht, dass wir unser Leben im Griff haben. Ich habe meine Zweifel daran, dass wir selber bestimmen was mit unserem Leben passiert. Wir werden beeinflußt und nicht jeder, der uns bestimmt hat dabei die Grenzen im Blick oder gar Gutes mit uns im Sinn. Daher will ich darauf achten wer mein Leben beeinflußt. Will bewußt mein Leben bestimmen lassen von dem, der es gut mit mir macht.

"Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch" (Petr 5,7)

Bier, Pub und Jesus

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Andacht von Martin Scott

Endlich: Urlaub! England und Wales warten und mit ihnen die herrlichen Pubs Großbritanniens, die
ich so gerne aufsuche.
Es ist Dienstag Abend. Eigentlich hätte ich große Lust, den HSV im Fernsehen im UI-Cup-Finale gegen
Valencia zu sehen. Im (sehr) kleinen Trefriw in den Waliser Bergen ist das Interesse an einem
norddeutschen Fußballclub allerdings nicht ganz so hoch, wie in meinem Herzen. Statt dessen steht
Liverpool gegen Sofia auf dem abendlichen Pub-Kalender.
Immerhin Fußball, ein schönes Bier und – wie gesagt – ein herrlich gemütlicher Pub. Mir gegenüber
sitzt Stan*. Man kann wahrlich schwer beschreiben, wie man beim Fußballgucken anfängt, ein
Gespräch zu führen – es passiert einfach. Ich lerne Stan kennen: geschieden, neu verliebt, 2 Kinder,
mit denen er gerade Urlaub in Wales macht. Er selber ist Engländer, hat ein kleines
mittelständisches Unternehmen, welches Fensterrahmen herstellt. Er liebt es Chef zu sein, könnte
nie wieder als Angestellter arbeiten.
"Und was machst du?" 1. Urlaub. 2. "Ich bin so eine Art Jugendpastor." Jetzt muss es doch passieren,
der große Gesprächsdurchbruch! Wir haben die wirklich wichtige Ebene erreicht. Soll er doch
Fenster einbauen, bis er schwarz wird – jetzt sind wir da, wo's wirklich zählt!
"Youth pastor? Are you a christian?" Jawoll, halleluja! Da ist sie, die Mutter aller missionarischen
Gespräche. Jesus, deine Engel müssen bereits Polka auf dem Tresen tanzen, weil ich so unglaublich
missionarisch drauf bin.
"Yes!" entgegne ich freudestrahlend.
Dummerweise bleibt die Polka-Platte in der himmlischen Dancehall irgendwo hängen. Die
Information, dass ich einen unkonventionellen Job ausübe und auch noch Christ bin, reicht aus: Stan
ist zufrieden. Also reden wir weiter über seine Freundin, die für die Vereinten Nationen in Genf
arbeitet, übers Skifahren in den Schweizer Alpen und über den FC Liverpool, der nicht in der Lage
ist, innerhalb von 90 Minuten ein Tor gegen Sofia zu erzielen (der HSV hätte's gekonnt…).
Als ich am Abend in mein Zelt krieche, frage ich mich, ob ich versagt habe. Warum fand kein
missionarisches Gespräch statt? Es ist mein größter Wunsch, dass Menschen durch Jesus das Leben
finden, wie wir es im EC auf den Punkt bringen.
Aber dann kommt mir ein Gedanke: Was wäre, wenn ich vielleicht der erste Christ in Stans Leben
war, der nicht verkrampft-missionarisch eine Seele in Gospelstimmung versetzen wollte, die sowieso
nur Gott in Schwingung bringen kann? Hieße das dann nicht, dass ich alle Optionen offen gelassen
hätte, anstelle sie zu verbauen?
Und ich denke zurück: Mit welcher Intention bin ich denn in den Pub gegangen? Bier trinken, Fußball
gucken, Tagebuch schreiben. Ist es dann nicht wunderbar, was aus diesem Abend noch geworden
ist? Und: Wäre es nicht völlig verlogen und geheuchelt, im Nachhinein andere Interessen in den
Vordergrund zu rücken, die ich nicht hatte?!
Ich glaube "Seid allezeit bereit zu bekennen!" (nach 1. Petr 3,15) bedeutet nicht Bibel schwingend
ein Lokal aufzusuchen. Es bedeutet viel mehr, was auch schon bei Jesus immer an erster Stelle
stand: Das Interesse und die Liebe für den Nächsten.
Nur die/der kann davon erzählen, was es bedeutet, das Leben zu finden, wenn sie/er selber lebt!
* Name geändert
Martin Scott | martin.scott@rw-ec.de

Steh auf und geh

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Anspiel vom Andachtsworkshop der EJHN VV 2006:


Zwei Pfarrer treffen sich im Jahr 2025 auf der Straße. Einer strahlt über das ganze Gesicht. Der andere
wundert sich darüber.
P1: „Sag mal. Du siehst richtig glücklich aus. So zufrieden haben ich dich lange nicht gesehen.“
P2: „Ja, du wirst kaum glauben, was mir gestern passiert ist.“
P1: „Nun lass dir nicht alles aus der Nase ziehen. Was war den los? Sag bloß dich hat gestern jemand im Gottesdienst besucht.“
P2: „Doch genauso war es. Ich konnte es erst nicht glauben. Er saß in der ersten Reihe und blieb bis Ende.“
P1: „Bis zum Ende?!“
P2: „und er hörte aufmerksam zu. Nach der Predigt haben wir uns noch einige Zeit unterhalten. Ich hab ihm von unserem Leiden in den leeren Kirchen erzählt und er hat mir gesagt wo er zu letzt ein richtiges Gebet gehört hat.“
P1: „Jetzt übertreibst du aber…“
P2: „Nein. Du kennst doch sicher den Teil aus der Apostelgeschichte an den Petrus und Johannes einen Gelähmten heilen.“
P1: „Klar. Du meinst doch die Geschichte aus Kapitel 3. Ein Gelähmter sitzt an der Straße und bettelt seinen Lebensunterhalt zusammen. Er hockt da sieht die Leute mit großen Augen an und wenn das nichts hilft, fragt er sie um eine Gabe. Petrus und Johannes kommen vorbei und auch sie werden von dem Gelähmten angesprochen. Doch Petrus sagt ihm: ‚Ich habe weder Silber noch Gold. Doch ich gebe dir was ich hab. Im Namen Jesu steh auf und geh. Der Gelähmte weiß kaum wie ihm geschieht, doch er kann stehen und so fängt er an zu tanzen. Er lobt Gott so sehr er kann.“
P2: „Genau das hab ich gestern erlebt.“
P1: „Wie? Du hast deinen Kirchenbesucher geheilt?“
P2: (lacht) „Nein! Ich war es, der geheilt wurde. Wie lange habe ich in meiner Kirche gesessen und gewartet. Ich hab mich auf mein „Kerngeschäft“ zurückgezogen und mich an den wenigen Dingen gefreut, die liefen. Die ganz große Geschichte wollte
ich schon nicht mehr erwarten. Doch dieser Besucher, der hat mir aufgeholfen. Er sagte: ‚Geh hinaus. Auf der Straße warten Menschen darauf, dass du mit ihnen sprichst. Du kannst dich bewegen, also nutze die Gelegenheit und bring deine
Gabe das Evangelium auf die Straße.“
P1: „Das hat er gesagt?“
P2: „Ja. Und ich will nie wieder mich in meiner Kirche einrichten und warten, sondern in Bewegung sein und zu den Menschen hingehen!“

... wie ein Fußballspiel ohne Regeln

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Von Astrid Reschke

Das Spiel wird von zwei Mannschaften bestritten, von denen jede höchstens elf Spieler aufweisen darf; einer von ihnen ist der Torwart.Ein Tor ist gültig erzielt, wenn der Ball vollständig die Torlinie zwischen den Torpfosten und unter der Querlatte überquert hat, ohne dass die Regeln vorher von der Mannschaft übertreten wurden, zu deren Gunsten das Tor erzielt wurde.

Ein Spieler muss durch Zeigen der Roten Karte des Feldes verwiesen werden, wenn er z.B. eine der folgenden Regelübertretungen begeht:

  • ein grobes Foul begeht,
  • einen Gegner oder irgendeine andere Person anspuckt,
  • ein Tor oder eine offensichtliche Torchance der gegnerischen Mannschaft durch absichtliches Handspiel verhindert (dies gilt nicht für den Torwart in seinem Strafraum),
  • anstößige, beleidigende oder schmähende Äußerungen oder Gebärden gebraucht

Auch die von euch, die nicht selbst Fußball im Verein spielen oder leidenschaftlich die
Bundesliga oder die Spiele der Deutschen Nationalmannschaft verfolgen, haben
natürlich erkannt, was ich da vorgelesen habe: Einige der vielen Regeln, die beim
Fußball gelten.
Aber warum gibt es eigentlich diese Regeln? Könnte man nicht auch ganz ohne
Regeln spielen?
Was würde passieren, wenn es keine Regeln gäbe?
 Vielleicht käme eine Mannschaft, die in mit 2:1 führt, auf die Idee, das Spiel
in der 75. Minute für beendet zu erklären, damit sie nicht Gefahr laufen,
ihren knappen Sieg in den letzten 15 Spielminuten zu verspielen?
 Oder Torwart und gegnerischer Stürmer würden in einem Zweikampf
austragen, ob es jetzt Abstoß oder Ecke gibt.
 Vielleicht käme auch Jürgen Klopp, mein Lieblingstrainer von Mainz 05 auf die
Idee, morgen Nachmittag 15 Spieler auf den Platz zu schicken, um gegen
Hamburg endlich mal wieder zu gewinnen und vom letzten Tabellenplatz
wegzukommen.
OK. Genug gesponnen. Natürlich ist das undenkbar. Das geht natürlich nicht!
Wenn jede Mannschaft selbst entscheiden könnte, mit wie vielen Spielern sie aufläuft
und wann sie das Spielfeld verlässt, würde Fußball nicht funktionieren und es
wäre kein fairen Wettstreit möglich. Die Fußballspiele würden im absoluten Chaos
enden. Die Trainer würden sich gegenseitig beschimpfen, es käme zu Tumulten auf
dem Spielfeld und die Fans hätten keine Chance, ein wirkliches Fußballspiel zu sehen.
Regeln sind also im Fußball absolut notwendig. Die Regeln sind dazu da, das es
ein faires Spiel gibt und zum Schutz der Spieler vor Verletzung und
Benachteiligung.
Auch außerhalb des Fußballplatzes sind Regeln wichtig und gut (auch wenn sie
nicht immer angenehm sind – aber das sind die Regeln beim Fußball auch nicht
immer). Wir brauchen Regeln, damit es im Leben fair zugeht und das
Miteinander leben funktioniert. Regeln schützen – wenn sich alle daran halten –
davor, dass ich unfair behandelt oder verletzt werde. Sie schützen mich davor, dass
mir Schaden zufügt wird.
Einmal kam ein Mann zu Jesus und fragt ihn: Was ist die wichtigste Regel für
mein Leben? Ihr wisst was Jesus ihm gesagt hat:
„Du sollst den Herrn, deinen Gott lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und
mit deinem ganzen Verstand. Und liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.“
Ich glaube, wir müssen uns oft die Frage stellen lassen: was ist die wichtigste Regel
für unser Leben? Was ist wirklich gut für mich und für andere?
„Du sollst den Herrn, deinen Gott lieben von ganzem Herzen ... und liebe deinen
Mitmenschen wir dich selbst.“ Mit dieser Regel zeigt Gott uns, wie unser Leben gut
funktionieren kann. Das soll uns dabei helfen, unser Leben gut zu gestalten. Und
Gottes Regeln sind mehr als nur ein paar gute Tipps, denn eins ist klar: Sobald ein
Mensch von Gottes Regeln abweicht, ist das Leben nicht mehr optimal, nicht mehr so
gut, wie es sein könnte. Wer mit Gott leben möchte, soll sich auch an seine Regeln
halten. Das ist zwar oft schwer, aber wenn wir uns für ein Leben mit Gott und nach
seinen Regeln entscheiden, können wir sicher sein, dass Gott uns auch hilft,
regelgerecht zu leben und dass er uns auch dann noch liebt, wenn wir schuldig
werden.

   

Nächste Termine  

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20.Mär.2020 19:00 - 21:00

   

Andacht  

  • Wovon sollen wir träumen

    „Dieses Schuljahr werde ich zum Streber, damit das klappt...“ Lächelnd erzählt sie mir von ihren Plänen Medizin zu studieren. Vor ihrem Traum steht allerdings ein gewaltiger Notensprung in fast allen Fächern. Während ich das höre, läuft in meinem Hinterkopf ein Lied von Frida Gold zu unseren Wunschträumen: „...aber schaut man hinter die Kulissen, dann fängt das immer so an: ich schlafe immer zu lang, krieg’s nicht hin und fühl mich deshalb beschissen...“ - Unsere Träume handeln nicht nur vom Erfolg in der Schule und dem Beruf: ‚Wenn ich doch nur dieses Handy besitzen würde, so aussehen könnte oder mit diesem Menschen zusammen sein kann.‘ Doch „ich erkenn mich nicht in den Schaufensterscheiben. Finde nichts was mir gefällt.“

    „Wovon sollen wir träumen, so wie wir sind? Woran können wir glauben? Wo führt das hin?“ - Die Verzweiflung ist greifbar, manche Wünsche erfüllen sich nicht. Nichts kann die Sehnsucht stillen.

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Kindergottesdienst  

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