Kinderschutz und Prävention

Details

In den Kirchengemeinden und im Dekanat sind wir dem Wohl der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen verpflichtet.

Wir möchten junge Menschen mit ihren Gaben und Fähigkeiten fördern und Raum geben eigene Interessen zu entwickeln. Niemand soll in unseren Angeboten (Gruppenstunden, Freizeiten, Aktionen, Projekten,...) Schaden an Seele, Geist oder Körper nehmen. Wir sehen in jedem unserer Teilnehmer ein wertvolles Geschöpf Gottes, das Wertschätzung und Respekt verdient. Dafür setzen wir uns in Verantwortung für unsere Veranstaltungen ein.

Im Rahmen der Diskussion um Kinderschutz und Kindeswohlgefährdung ist das Bundeskinderschutzgesetz entwickelt worden. Dieses sieht unter anderem vor, dass die Jugendämter der Kreise mit den Vereinen und Verbänden Vereinbarungen zum Kinderschutz treffen. In Hessen wurde durch den Hessischen Jugendring und dem Landesjugendamt eine Mustervereinbarung beschlossen.

Zur gleichen Zeit haben die Rechtsabteilung der EKHN und der Jugendverband unserer Kirche (EJHN) eine Handreichung entwickelt, die den Kirchengemeinden und Dekanaten Sicherheit in Fragen des Kinderschutzes geben soll. Die darin beschriebenen Standards für Dekanate und Kirchengemeinden entsprechen der Vereinbarung mit dem Jugendamt des Kreises.

Wir empfehlen daher den Kirchengemeinden die Vereinbarung mit dem Lahn-Dill-Kreis abzuschließen, um nach Außen hin zu dokumentieren, dass uns diese Standards wichtig sind.


Was bedeutet der Schutzauftrag für die Kirchengemeinden konkret

Im Folgenden kann nur ein kurzer Abriss gegeben werden. Vertiefende Informationen können beim Hessischen Jugendring abgerufen werden.

Prävention

Der Kinderschutz soll in den Mitarbeiterteams thematisiert werden(z.B. vor Freizeiten, besonderen Aktionen oder im Rahmen der Jahresplanung). Dafür empfiehlt es sich, eine Selbstverpflichtungserklärung für Mitarbeitende zu Grunde zulegen. Anhand dieser wird deutlich, welche Verhaltensweisen gegenüber Kindern und Jugendlichen bei uns gewünscht sind und worin wir eine Gefährdung sehen. Es gilt Unsicherheiten auch auf Seiten der Mitarbeitenden abzubauen („Darf ich jetzt noch ein Kind in den Arm nehmen, um es zu trösten?“)

DJR Michael Reschke bietet an für eine Einführung in das Thema in die Kirchengemeinden zu kommen.

Handlungskompetenz

Das Thema Kinderschutz ist in den Mitarbeiterschulungen der Evangelischen Jugend fester Bestandteil. (Für den Grundkurs des CVJM gilt das ebenso.)

Neben dem Angebot, in die Mitarbeiterteams zu kommen, bieten die Jugendreferenten der Dekanate Dillenburg und Herborn sowie die CVJM Kreissekretäre Infoabende zum Thema an.

Krisenintervention

Wenn ein Kind sich anvertraut... besteht verständlicher Weise die Herausforderung richtig zu reagieren.

WICHTIG!: Niemand trifft alleine eine Entscheidung!

Vor Ort sollte es eine Ansprechperson geben, die gemeinsam mit einer insofern erfahrenen Fachkraft nach Schilderung des Falles eine Gefährdungseinschätzung trifft und das weitere Vorgehen koordiniert.

Wenn ein Mitarbeiter beschuldigt wird - ist umgehend der Pfarrer vor Ort zu informieren und der weitere Kontakt der betreffenden Person zu Teilnehmern zu unterbinden.

Es ist wichtig jede Aussage so genau wie möglich zu dokumentieren , damit auf diese zu deutlich späteren Zeitpunkten zurückgegriffen werden kann.

Führungszeugnisse

Mitarbeitende, die in regelmäßigen Gruppenstunden oder bei Freizeiten und Übernachtungen mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt stehen, weisen durch ein erweitertes Führungszeugnis nach, dass sie wegen nicht im Sinne des Bundeskinderschutzgesetzes vorbestraft sind.

Es muss in der Kirchengemeinde eine Person bestimmt werden, die in diese Zeugnisse Einsicht nimmt und dokumentiert, ob eine Straftat im Sinne des Bundeskinderschutzgesetzes eingetragen ist.

Über den Inhalt der Zeugnisse gilt Verschwiegenheitspflicht!

Die Zeugnisse sind den Ehrenamtlichen nach Einsichtnahme zurück zu geben.


Material

Kinderschutzverordnung der EKHN

Vereinbarung mit dem Lahn-Dill-Kreis

Kodex zum Kindeswohl und Selbstverpflichtungserklärung der EJHN

Vorlage für einen Antrag auf ein erweitertes Führungszeugnis

Vorlage zur Dokumentation der Einsichtnahme

   

Nächste Termine  

Mai
25

25.Mai.2018 18:00 - 18:30

Mai
31

31.Mai.2018 - 03.Jun.2018

Jun
9

09.Jun.2018 - 10.Jun.2018

Jun
15

15.Jun.2018 19:30 - 20:00

Jun
25

25.Jun.2018 10:00 - 10:30

   

Andacht  

  • Gefunden

    Schon mal was gefunden? Ich meine, suchen tun wir ja öfter etwas, aber kennen Sie das Gefühl, etwas zu finden? „Geocaching heißt der Sport, bei dem viele Menschen miteinander die Freude am Finden teilen. Richtig begeistern kann er, wenn man in einer kleinen Gruppe unterwegs ist und gemeinsam rätselt, sucht und findet. Ich finde gerne und so wurde „Geocaching“ sehr schnell eine neue Freizeitbeschäftigung von mir. „Geocacher“ gehen in den Wald und suchen Dosen. Damit meine ich nicht den Müll anderer Leute, sondern besondere Dosen, die andere als „Schatz“ in der Natur verstecken. Einfach aus der Freude am Finden. Es sind also Behälter, die ganz bewusst dorthin gelegt wurden, damit andere sie finden.

    Eine Beschreibung, wie man den „Schatz“ finden kann, wird im Internet als GPS-Koordinate hinterlegt. Jeder kann mit diesen Angaben und einem GPS-Empfänger losziehen und den „Schatz“ suchen und finden. Es geht nicht darum, „Schätze“ zu sammeln. Es geht darum, einen Schatz zu finden. Wenn man ihn gefunden hat, trägt man sich in das Gästebuch ein und versteckt den Schatz wieder so, wie man ihn vorfand. Das klingt erst mal recht komisch. Doch wer einmal erlebt hat, wie viel Freude es macht, Dinge zu finden, der möchte dieses immer wieder tun. Jesus erzählt im Lukas Evangelium von einem Mann, der findet. Im Gegensatz zu den „Geocachern“ kannte er keine Koordinaten. Er stößt ganz unverhofft auf einen Schatz, mitten im Feld. Seine Freude über diesen Schatz ist so groß, das er ihn behalten möchte. Daher gibt er Alles, was er hat und kauft den Acker. Die Freude dieses Mannes geht weit über meine Freude vom Finden hinaus. Vielleicht weil sein Schatz einfach viel größer ist als der Inhalt der versteckten Dosen. Vielleicht, weil er gar nicht damit gerechnet hat, etwas zu finden.

    Jesus sagt, dieser Schatz ist wie das Reich Gottes, wer es findet, gibt alles, was er hat, um es nicht zu verlieren. Ein solcher Schatz liegt nicht im Wald und wird auch nicht durch ein paar Koordinaten gekennzeichnet. Einen solchen Schatz findet man, wenn man jemanden fragt, der ihn schon gefunden hat, und deshalb eine „Wegbeschreibung“ kennt. Wenn sie so jemanden erkennen, fragen sie ihn oder sie einfach mal: Schätze gemeinsam finden, macht doppelt so viel Spaß!

   

Kindergottesdienst  

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